Konsortialtreffen im JOSEPHS®

„Smarte Dienstleistungsfabrik“ begegnet bestehenden Herausforderungen der Digitalisierung im JOSEPHS® in Nürnberg 

Im Rahmen eines Konsortialtreffens am 11. Februar 2016 kamen zahlreiche Vertreter aus Industrie und Forschung im JOSEPHS® in Nürnberg zusammen. Ziel des Treffens war es, aktuelle Herausforderungen der Digitalisierung vor dem Hintergrund der Lösungsansätze aus der smarten Dienstleistungsfabrik zu diskutieren. Neben interessanten Einblicken in die Möglichkeiten der Datenverarbeitung durch die digitale Plattform „MindSphere“ der Siemens AG konnten im Konsortium konkrete unternehmensübergreifende Pilotszenarien für die Nutzung von Datenplattformen im Kontext des Service Engineering entwickelt werden. Mit einem fachlichen Beitrag zu den aktuell am Markt genutzten digitalen Plattformen und deren Potentialen für die Dienstleistungsentwicklung im industriellen Umfeld ergaben sich spannende Anknüpfungspunkte zu interaktiven Arbeitsrunden im Plenum. Das Treffen,  bei welchem auch der Projektträger DLR zugegen war, endet mit vielen neuen Impulsen für die Projektpartner und konkreten nächsten Schritten im Projekt. Eine interaktive Führung durch die neue Themenwelt „Fit & Sicher Mobil“ unseres Gastgebers JOSEPHS® – Die Service Manufaktur rundet eine erfolgreiche Veranstaltung ab.

Im Zentrum des Verbundprojektes „SmartDiF“, unter der Leitung von Prof. Dr. Kathrin M. Möslein, steht die systematische Entwicklung von neuen Dienstleistungen zur Generierung neuer Wertschöpfung aus vorhandenen und entstehenden Smart Data-Ressourcen. Zu diesem Zweck etablieren Forscher des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, insb. Innovation und Wertschöpfung zusammen mit der SCHAEFFLER Technologies AG & Co. KG, der SIEMENS AG sowie der Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS die „Smarte Dienstleistungs-Fabrik“. Unterstützt wird das Projekt von zahlreichen Umsetzungspartnern. So leisteten die Partner von Rudolph Logistik, IHK Nürnberg, AFSMI, Gründermagnet und BayStartUp auch im Rahmen des Konsortialtreffens wertvolle Beiträge zum Projekt.

Durch die Anbindung von Produktions- und Dienstleistungsprozessen an entsprechende Informationssysteme werden bereits heute kontinuierlich große Datenmengen erzeugt. Diese auf digitalen Plattformen – sogenannten „Data Clouds“ – gesammelten und gebündelten Daten sollen in Zukunft noch intensiver und effektiver genutzt werden. Die „Smarte Dienstleistungs-Fabrik“ soll letztlich die beteiligten Akteure, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), befähigen, mit Hilfe einer physisch-digitalen Werkbank sowie einer erprobten Methodik eines Fakten-basierten Service Engineering gemeinschaftlich smarte Dienstleistungen zu entwickeln, einzuführen und zu betreiben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierte dieses Forschungsprojekt als vordringliche Maßnahme und fördert es über eine Laufzeit von vier Jahren.